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Mobile Tools
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Die Leitidee der mobilen Tools ist eine räumliche Intervention die grundsätzlich auf alle fest definierten Raumeinheiten eines Raumprogramms verzichtet. Erstmals wird somit die klassische Aufteilung einer Kindertagesstätte in Gruppenraum und Nebenraum aufgehoben.

Durch das Stellen der beweglichen Raumeinheiten wird die Gliederung der Gesamtfläche einer Kindertagesstätte immer wieder auf das Neue definiert und führt somit zu einer Neudefinition der täglichen Routine.

Durch Hinzunahme, bzw. durch Wegnahme einzelner Raumeinheiten, wird Bewegungs-, Spiel- und Funktionsfläche, je nach Bedürfnis und pädagogischem Inhalt, wechselseitig geschaffen.

Die von uns entwickelten mobilen Einbauten lassen sich grundsätzlich in zwei Kategorien unterteilen.

Zum einen die Grundausstattungs-Tools, dazu gehören das Betreuer-Tool, das Teeküchen-Tool, das Garderoben-Tool, das Sanitär-Tool, das Stauraum-Tool sowie das Schlaf/ Lese-Tool. Zum anderen die dazuschaltbaren Themenräume wie das Kunst-Tool, das Musik-Tool, das Technik-Tool, das Bewegungs-Tool.

Jedes der Mobil-Tools birgt unterschiedliche Funktions-Hierarchien. So ist zum Beispiel beim Schlaf/ Spiel-Tool „Schlafen“ die erste Hierarchie; die zweite Hierarchie bilden „beieinander Sitzen und liegendes Vorlesen“ mit dem dazugehörigen Bücherregal.

In der dritten Hierarchie, die Erweiterung des Tools auf die Umgebung „Außenraum“ , z.B. in Form eines Teppichs der ebenfalls im Tool integriert ist. Zuletzt in der vierten Ebene, eine ausklappbare Wand die den Bereich eingrenzt oder an ein weiteres Tool anschließt.

Somit wird durch das einzelne Tool, Raum auf verschiedene Art und Weise gleichermaßen erleb- wie nutzbar gemacht und ermöglicht immer wieder neue Raumsituationen.

Also: vom „Raum im Raum“ zum „geöffneten Raum im Raum“ - das Besetzen von Raum und die Einschließung von Raum sowie die Zuschaltung von Raum.

Markierungen auf dem Boden ermöglichen verschiedene Grundanordnungen, wie etwa die „Bewegungsstunde“, bei der die Mobile Tools kompakt gestellt werden.

Die „Lese- und Einzelarbeit“ kann bedeuten, dass die Tools in verschiedenen Konstellationen auf der Gesamtfläche verteilt werden.

Durch die Bewegung der Mobile Tools wird, wie bei einer Choreografie, der Raum immer wieder aufs Neue inszeniert.

Jedes einzelnes Mobile Tool ist farblich eindeutig bestimmbar und mit eigenen Beleuchtungskörpern ausgestattet. Durch dimmbare Leuchtmittel – auch farbliche – können sie den Raum in unterschiedliche Stimmungen versetzen und individuell ausleuchten.