Mobile Tools
Über vier Jahre habe ich an der Technischen Universität Berlin in Seminaren und in meinem Büro an einer Neukonzeption einer Kindertagesstätte ohne Musterraum-Programm geforscht.
In Zusammenarbeit mit Pädagogen und den Kindergärten Finkenau e.V. wurde eine Lösung gesucht, der das fest umschriebene Raumprogramm für Kindertagesstätten auflöst und somit die Möglichkeit eröffnet, den Raum vielfältig und den jeweiligen Anforderungen entsprechend, zu nutzen.
Das meint, dass der Raum für seine Nutzung immer wieder neu zu Programmieren ist und nicht monofunktional sondern sich selbst immer wieder neu definiert durch die gestellte Anforderung der Nutzer. Im besonderen Masse durch die Kinder selber.
Als Werkzeuge wurden Möbel entwickelt – mobile Tools - die sich je nach Anforderung in den Raum bewegen lassen und Zonierungen durch aufklappen der Außenwände schaffen. Durch die jeweilige spezielle Ausstattung der Tools als Musik-, Kunst-, Technik-, Spiel-, Sport-, Kuschel-, Schlaf- Tool etc. können verschiedene Aktivitäten parallel im selben Raum stattfinden und je nach Interesse der Kinder genutzt werden.
Neben den konzeptionellen, funktionalen, gestalterischen Anforderungen der Tools wurden spezielle Lösungsmöglichkeiten der Raumbeschaffenheiten hinsichtlich der Schallschutzproblematik untersucht.
Das Resultat dieser Arbeit ist erstmalig 2005 in einer Kita umgesetzt worden und wird derzeit durch Studien weiter bearbeitet











